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The Navajo Code Talkers
Painting by Teddy Draper, Sr.
By Gerald Knowles Die Navajo Marines zeichneten sich vor allem durch ihre überlegene Beweglichkeit, Widerstandskraft und Zielsicherheit aus - Fähigkeiten, die es später ermöglichen sollten, hinter feindlichen Linien zu operieren und hervorragende Nachtmanöver durchzuführen.
Auch heute, 50 Jahre später, haben viele Menschen ein falsches Bild vom Gebrauch der Navajo-Sprache als Kriegskommunikationscode. Während die Beweglichkeit, die Widerstandfähigkeit und der Mut der Navajo-Soldaten im Pazifikfeldzug legendär wurden, blieb der Gebrauch des Codes weitestgehend mißverstanden. Er wurde fälschlicherweise als einfacher Prozess zwischen zwei miteinander sprechenden Navajos gesehen. Im Gegensatz dazu war der Hauptbeitrag der Navajo Soldaten zerebral. Die Navajo-Soldaten hatten buchstäblich eine alternative Navajo Sprache erfunden. Sie veränderten und ersetzten Wörter aus ihrem Wortschatz. Das Ergebnis war Navajo-Durcheinander. Nicht einmal die Navajos konnten den neuen Code der Navajo-Soldaten verstehen. Überdies wurde der Navajo Code nicht aufgeschrieben, sondern nur im Gedächtnis verankert. Der Navajo Code-Talk war geboren und wurde eine der mächtigsten Waffen, die von den USA im Pazifikfeldzug benutzt wurden.
King Mike machte sich mit der ursprünglichen Gruppe auf zum Trainingscamp der Navajo Code Talkers. King lebte im Monument Valley, da die Farm der Familie seiner Ehefrau dort angesiedelt war. Diese Gegend zählte ohne Zweifel zu einer der abgelegensten Gemeinden in der Navajo Nation und konnte nur über eine 60 Meilen lange ungeteerte Straße erreicht werden. Von hier aus startete King Mike seinen langen Weg in den weiten Pazifik, wo er eine entscheidende Rolle in einem der blutigsten Kämpfe des 2. Weltkrieges spielen sollte. King Mike war der einzige Überlebende der 1.
Diese Code Talker, die Teil des Angriffsteams waren, hielten die Japaner davon ab, die Kommunikation auf dem Schlachtfeld zu überwachen und zu kontrollieren. Je weiter die Truppen auf Saipan fortschritten, desto dichter wurde der Granatenhagel. Die Marines mußten deshalb das Hauptquartier anfunken, um den Beschuß umzuleiten. Das Hauptquartier war sich sicher, daß kein Amerikaner soweit in das Landesinnere vorgedrungen sein konnte und daß es sich folglich um einen japanischen Soldaten handeln mußte, der wie ein Amerikaner klang. Erst nachdem sich einer der Code Talker den Funkspruch angehört hatte, waren die Offiziere in der Kommandozentrale davon überzeugt, daß die Truppen in der sehr weit vorgedrungenen Position tatsächlich Amerikaner waren. Richard Mike, Mitinhaber des Burger Kings in Kayenta und drei weiteren Burger King Restaurants in Page, Chinle und Shiprock, ist der Sohn von King Mike. Er berichtete davon, daß sein Vater wiederkehrende Alpträume hatte, in denen er von japanischen Soldaten mit einem Bajonett verfolgt wurde. Nachts kam es immer wieder zu Begegnungen mit dem Feind hinter feindlichen Linien. Viele von Kings Freunden wurden in solchen Hinterhalten getötet. King Mikes erstes Regiment wurde auf Guam getötet und die Überlebenden wurden in die 6. Division, 22. Regiment eingeteilt. Auch Teddy Draper, Senior hatte Alpträume, in denen er eine der furchtbaren Landminen der Japaner auslöste. Viele von Drapers und Mikes Freunden starben in den Bodenkämpfen und Hinterhalten in totaler Dunkelheit hinter feindlichen Linien. Als die Code Talker endlich nach Hause kamen, gingen sie durch spezielle Zeremonien, die "Enemy Ways" genannt wurden. Diese sollten sie von den schmerzhaften Kriegserinnerungen und dem Geist der Toten befreien. King Mike schickte eine Postkarte mit dem Bild des Sugar Loaf Hills von Okinowa nach Hause und schrieb auf der Rückseite, daß der blutigste und dreckigste Kampf im Südpazifik auf diesem Berg ausgetragen wurde. Die Japaner eroberten den Berg zehn mal. Bei den Angriffen auf den Sugar Loaf Hill starben insgesamt mehr Soldaten als in irgendeinem anderen Kampf in der Geschichte des Marinekorps. 2662 Soldaten starben im Krieg um Sugar Loaf und 1289 erlitten schwere emotionale Zusammenbrüche. Dennoch erinnern sich nur wenige an diesen Tag im April, da Präsident Roosevelt an genau diesem Tag verstarb. Schließlich siegten die Marinesoldaten ein zehntes Mal und sicherten sich damit endgültig den Berg.
Als General Setzo Avisue, dem Kopf der japanischen Geheimhaltung nach dem Krieg von den Code Talker berichtet wurde, seufzte dieser: "Danke. Ich dachte, dieses Puzzle würde nie gelöst werden". Der Navajo Code Talk scheint der einzige ungebrochene Code in der Geschichte der Kriegsführung gewesen zu sein. Der Navajo Code Talk war so streng geheim, daß er erst 1968, zu einer Zeit, als die Einstellung gegenüber Krieg jede wahre öffentliche Anerkennung des Code Talks als eine der wichtigsten Waffen in der Verteidigung vor den Japanern durchkreuzte. Da der Code Talk so streng geheim war, konnte auch kein Navajo Code Talker öffentlich geehrt werden. So wurden auch keine Paraden ihretwegen abgehalten. Präsident Ronald Regaen ehrte die Navajo Code Talker im Dezember 1981 für "ihren Einsatz, ihre einzigartige Leistung, ihren Patriotismus, Einfallsreichtum und Mut". Der 14. April 1983 wurde durch die Bemühungen von Senator Dennis D. Concini zum Navajo Code Talker Tag erklärt.
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